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Jeder kennt sie, jene Spielchen die man manchmal in Beziehungen spielt: ich liebe Dich bis zum Mond und wieder zurück und noch viel weiter.
Aber wenn das Blatt sich dreht, dann ändert sich dieses Spiel plötzlich:
das Universum vier mal so gross und es wäre noch zu klein.
Bald 365 Tage ist es her und es holt mich momentan so sehr ein, als wäre es erst gestern passiert.
Die immer wiederkehrenden Selbstvorwürfe, die ich mir für das Scheitern gebe, das immer präsente Gefühl wertlos zu sein.
Meine Seele glaubt nichts anderes mehr, auch wenn mein Verstand oder Freunde mir anderes sagen.
Was du trauerst immer noch!?
Was du willst noch immer zurück!?
Niemand scheint das was mein Herz sich wünscht zu verstehen, so wie ich all die Leute nicht verstehen kann, die immer wieder motivierende: "der ist es nicht wert - gott was bist du dumm!" - Parolen von sich geben.
Dabei sieht mein Verstand alles kristallklar:
in den zehn Jahren, seit ich ihn kenne, habe ich mir immer wieder von ihm weh tun lassen - von Anfang an.
In den ganzen Jahren habe ich mich selbst so sehr verbogen, um für ihn perfekt zu sein - nicht nur verbogen, mich verraten, mich belogen und nur all zu oft selbst zerstört.
Die perfekte schlanke Frau, die schlanke sportliche Frau, die (vielleicht sogar) intelligente Frau, die witzige und liebenswürdige Frau, die Frau die jene Wärme geben konnte, die ihm vielleicht gut tat, die Frau, die er lieben würde.
Die Realität ist bitter und doch überrascht sie nicht. Wie das Laufrad sich für einen Hamster Nacht für Nacht um die eigene Achse dreht, drehte ich mich Tag für Tag um ihn
- um perfekt zu sein
- um gesehen zu werden.
Dabei sah er immer nur durch mich hindurch
- ganz egal ob mit 55 oder 37 Kilo.
"Du bist perfekt und so wunderschön für mich, wie Du bist!" - niemals.
Dabei sah er mich sprechen, ohne meine Worte je zu hören - berührte mich, ohne mich je zu spüren.
"Du fühlst Dich gut an, riechst so gut, sagst so wunderbare Dinge..." -
nicht ein einziges Mal.

Ich bestreite nicht, viele gravierende Fehler gemacht oder folgenschwere Dinge gesagt zu haben, bei meinem Versuch den Weg um seine Achse zu finden, um die sich für mich alles drehte.
War mein Verhalten denn so belastend für ihn, dass ich ihm nicht mal mehr ein "Hallo" in seinen Nachrichten wert bin?

Bald reaktionslos habe ich mich seinen demütigenden Worten und seiner Entscheidung vor einem Jahr gebeugt.
Heute frage ich mich, warum ich ihm meine ganze Trauer, die Wut, die Verzweiflung und den Schmerz nicht mindestens ebenso gnadenlos ins Gesicht gefeuert habe.
Die Antwort ist so klar und unverständlich zugleich: ich hoffe noch immer auf ein Zurück.
Selbst jetzt ertrage ich bald stillschweigend seine Ablehnung mir gegenüber, die er mir unbewusst an unseren letzten beiden Treffen zeigte.

Es muss für Dich furchtbar unangenehm sein, mich aus Anstand zur Begrüssung zu umarmen.
Dann lass es doch einfach!
Glaubst Du denn wirklich ich möchte auf diese Art noch von Dir angefasst werden?
So wie es sich liesst, kostet es Dich sogar grosse Überwindung, mir Deine so genervt wirkenden Nachrichten zu schicken.
Ist Dir denn gar nicht aufgefallen, dass ich Dir überhaupt nicht mehr schreibe, nicht mehr schreiben möchte?!
Hör auf mich mit Deinen dahin geworfenen spärlichen Brocken an Deinem Leben teilhaben zu lassen!

Ich sollte wissen, dass es kein Zurück mehr gibt.
Ich spüre, dass ich Dir nicht mal mehr einen kleinen Funken etwas bedeute.
Auf der Suche nach dem "Warum", waren die Antworten immer nur gegen mich gerichtet.
Ich war zu wenig hübsch, sportlich, witzig, authentisch, wertvoll, intelligent....nur bedingungslose Liebe und grenzenloses Vertrauen konnte ich Dir schenken.
Was soll man mit zwei so Dingen anfangen? Vertrauen und Liebe - ist das etwa wertvoll?
Beides erschein mir unendlich wertlos.
Jetzt weiss ich: es ist das Wertvollste was man einer anderen Person schenken kann - es war das Wertvollste.

Zwei Eigenschaften, die Du verdammt gründlich und nachhaltig zerstört hast!
Du raubst mir zu viel Energie - Energie, die ich für andere (jetzt wichtigere) Dinge brauche.
Mein Kopf braucht eine Linie, mein Kopf will diese Linie...diesen endlich sauberen Schnitt.
Wieviele Seen muss ich noch weinen bis auch mein Herz es endlich versteht und gegenüber Dir und allem was ich mit Dir verbinde so kalt wird, wie dieser verregnete Herbstabend - an dem ich mir wünsche, dass mich jemand umarmt und mir seine Hand bietet?

Nein! Wir können keine Freunde bleiben, auch keine sporadisch Bekannten - nicht mal mehr Feinde.
16.9.13 21:22


game over

Ich erträumte mir keine Scheinwelt mehr,
erträumte mir keinen Realitätsschmerz.
Ich träumte einfach nur davon, dass ich jemandem eine Geschichte erzählte ...
haarklein, glasklar - jedes noch so winzige Detail kam drin vor ... meine Geschichte.
Emotionslos, Tränenlos - als hätten sich meine neuen Taggedanken blitzschnell in mein Unterbewusstsein gebrannt.

Manchmal muss man Menschen aufgeben!
Nicht weil sie mir egal sind, sondern weil ich es ihnen bin.

Es macht keinen Sinn mehr weiter zu hoffen,
weiter zu warten oder sich zu fragen, ob alles was er je schrieb überhaupt wahr war bzw. ist - hat es nie.
Sinnlos und doch zu oft in meinem Kopf kostet es Energie,
die ich nicht mehr aufbringen möchte -
und doch nicht abstellen kann.
Ich möchte nicht jeden Tag ein bisschen mehr aufgefressen werden, möchte die Fassade die ich lebe wirklich leben!
Möchte nur einmal alles rauslassen...ihm die Ohrfeigen geben, die ich leise eingesteckt habe...weinen und alles rauschreien, diesen Druck loswerden,
der mich in den absurdesten Momenten einholt -
seit Wochen -
aber nicht mehr weinen lässt,
mich nicht mehr fühlen lässt.

Stiller ist es wahrlich geworden, seltener... ja auch das!
Dabei aber nicht weniger schmerzhaft.
Sinnlos...so egal und unwichtig, nichts mehr wert -
ich will mir selbst glauben und doch schaffe es nicht,
will oder kann ich es noch nicht.
31.7.13 19:29


what the hell is going on in the world?
7.7.13 00:46


Er lag die ganze Nacht neben mir, während ich mit Alkohol und Antidepressiva in den Rausch des Vergessens zu fliehen versuchte.
Ich spürte wie er mich ansah... sein Körper kurz davor, mich fest zu umklammern, zu halten, mir meine Luft zum Atmen und die Flucht in meine Traumwelt zu nehmen.
Halt mich fest!
Nein, halt mich lieber nicht - nicht du!
Berühre mich!
Nein, berühre mich lieber nicht - nicht du!
Der Morgen so anders,
so neu,
so fremd, doch schaurig vertraut.
Naturdokumentationen zu Kaffee, der Schnee verwandelte die Welt über Nacht in weisse Stille während meine Seele schrie.
Wie konnte ich mich nur hinreissen lassen,
wie konnte ich mich nur all die Male neu berühren lassen - nicht DU!
27.6.13 19:37


things to come, things go
sense and nonsense of life
head in clouds - head in the sand
high-flown and as often burned
and I close my eyes to believe in something
my nightmare on cloud seven


and I paint my face to hide ma face
to be something I`m not
attractive and desirable - humiliatet and thrown away
tormented myself and never let go
things to come, things to go
my nightmare on cloud seven.
15.6.13 16:22


Eine Nacht, fünf verschiedene Träume und doch der gleiche Inhalt.
Vom Unterbewusstsein vorgespielt,
falsche Sicherheit,
verlorene Geborgenheit.
Vom Unterbewusstsein ausgelacht....
wahre Wünsche, die sich nie mehr erfüllen werden.
Kaltes Erwachen,
wieder eingeholt von der Realität,
hallen Träume nach, verderben meinen Tag - nicht nur heute.
Und wenn sich die Hand um meinen Hals legt, fest zudrückt ...
so sehr, dass der venöse Rückstau Augen und Lippen anschwellen lassen...
bis goldene Funken vor den Augen tanzen...
so sehr, dass man nicht mehr schlucken oder atmen kann...
so sehr, dass es plötzlich ganz leicht wird wenn man sich nicht gegen die Hand wehrt, die einem alles nimmt - wenn man sich hingibt, ergibt -
nicht mehr kämpft, dann ist es garnicht mehr so schlimm.
Es tut nicht weh.
Das wunderbare Versprechen der Erleichterung, alles vorbei -
nie mehr fühlen, sich nie mehr mit sich oder seinen Träumen auseinandersetzen,
still und bald schon sanft könnte es aufhören.
Mein Alptraum in den Sternen.
10.6.13 11:16


02.12.2012

Er lässt ihn steigen, einfach so.
Meinen Himmelsballon!
Wir schauen ihm nach, noch lang ist er zu sehen - ich glaube er fliegt zum Mond.
Ich bin sicher, er liebt mich! Wenn er es vorher nie so ganz richtig tat, jetzt liebt er mich!
Bei diesem Gedanken, seiner Geste,
steigen mir Tränen in die Augen.
Tränen vor Rührung,
Tränen für das vollkommene Glück,
Tränen für meine grenzenlose Liebe.
Für immer!
Mein geheimes Versprechen.
Alles drehte sich im Kreis.

"Kopf in den Wolken, Kopf im Sand.
Hoch geflogen und so oft verbrannt."

Wieder am Strand, wieder in der Dunkelheit, wieder mit Wellenrauschen.
Nur ohne Ballon.
Nur ohne ihn - völlig allein.
Alles war anders, selbst meine Tränen.
Mein Ballon flog ein Jahr zuvor davon,
nahm ihn mit, meine Wünsche meine Träume ....

"Also schliess ich die Augen,
um an etwas zu glauben ... "
8.5.13 20:43


vielleicht wieder gut zu machen

Vor sieben Jahren trennte er sich das erste Mal.
Vor sieben Jahren zog eine sehr enge Freundin mit in meine Wohnung.
Ich wurde verlassen und zeitgleich zerbrach ihre Ehe unter so entsetzlichen Lügen, Tränen und Befürchtungen, dass ich überzeugt war, sie würde sich in meiner Wohnung das Leben nehmen.
Nie zuvor wurde ich so extrem in einen Trennungsprozess gezogen wie in den folgenden sechs Wochen.
Sie nahm mich voll ein, sie bedrängte mich, sie nahm mir jegliche Luft und liess mich hilflos erscheinen.
Ja ich glaubte ihr nicht!
Ja ich ertrug ihre Anwesenheit nicht mehr!
Ja ich fühlte mich ausgezerrt von ihr!
Ja ich konnte ihrem Schmerz, ihre Verzweiflung und ihre Wut nicht mehr nachvollziehen.
Er kam nach nur einer Woche zurück zu mir.
Und während ich darüber vergass was Trennungsschmerz bedeuten kann, wieviele Tränen ich nur wenige Tage zuvor weinte....wünschte ich sie und all ihren Kummer fort.
Erleichtert darüber, dass wenigstens mein Leben wieder gut war, kritisierte ich sie sechs Wochen später für ihr Verhalten, ihren grenzenlosen Schmerz und ich hasste sie dafür, dass sie mich am meisten brauchte.
Wir zerstritten uns furchtbar - Neudeutsch darf man es gerne Zickenterror nennen - und sahen uns nicht mehr wieder.
Ein merkwürdiger Zufall sorgte dafür, dass wir uns knapp ein Jahr später zufällig wieder begegneten, redeten, Vergangenes entschuldigten und uns wieder regelmässig trafen.
So ganz innig wurde unsere Freundschaft aber nie mehr.
Nie mehr bis zu dem Zeitpunkt, als das Leben mir lehrte, für meine Arroganz zu zahlen, verstehen zu müssen!
Es war nicht die selbe Geschichte aber die Tränen waren die Gleichen.
Die Wut, die Verzweiflung, diese Todessehnsucht, ...die Demütigungen - der Schmerz.
All diese ekelhaften Erfahrungen brachten uns wieder näher - noch näher als je zuvor. Erst jetzt konnte ich verstehen...

Und plötzlich tauchte sie auf, nur zwei Monate nach mir von ihrem Freund ebenfalls nach acht Jahren verlassen. Für eine jüngere, mit der er sich bereits vor ihrer Nase in der noch gemeinsamen Wohnung vergnügte.
Warum sie nicht schon früher auszog?
Ihre Mutter lag in einem langen Sterbeprozess, verständlich, wenn man dabei nicht auf Wohnungssuche geht. Erst vor wenigen Wochen verstarb sie und meine alte neue Freundin fühlte sich wurzelloser, als ich es je war.
Sie erträgt ihre Situation sehr viel stärker als ich es je konnte und doch musste sie weg aus der gemeinsamen Wohnung, von den verhöhnenden Geräuschen der neuen Beziehung, von einer der schlimmsten Kränkungen, von denen ich wünschte, sie wären ihr erspart geblieben.

Sie wohnt jetzt bei mir. Sie darf von mir nehmen....sie darf so verzweifelt und traurig sein, wie sie es nur möchte und ich werde versuchen sie zu halten. Alles das tun, was ich vor sieben Jahren nicht konnte, nicht wollte - nicht verstand.
Jetzt verstehe ich und vielleicht....vielleicht kann ich damit nur ein ganz kleines Bischen wieder gut machen.
21.4.13 17:38


Lost and found!

Ich hatte sie komplett verdrängt, völlig aus meinem Gedächtnis gestrichen ... nie gedacht, dass ich so etwas je hatte.
Sie war immer bei mir,
immer in meinem Arm... wenn ich ins Bett ging,
wenn ich glücklich war,
wenn ich traurig war sowieso und meine Eltern haben sie beim Entrümpeln gefunden.
Meine Kummerkatze, die offenbar in den ersten drei Lebensjahren mein Ein und Alles war.
Schwarz und abgegriffen als hätte sie die Hölle durchgemacht.
Gezeichnet von den Jahren als sie für mich da war - halb verrottet von den Jahren, als sie auf dem Dachboden langsam einstaubte und komische Grüche annahm.
Plötzlich war alles wieder da ... schöne Augenblicke meiner Kindheit und traurige Momente meiner Kindheit und selbst meiner Jugend - auch wenn die Katze längst schon in Vergessenheit geraten war.

Grundsätzlich hatte ich es nicht schlecht, ich hab Baumhäuser gebaut, mich mit Freunden gezankt oder gekloppt, bin mit aufgeschrammter Haut am ganzen Körper rumgelaufen, hab Faxen gemacht, gelacht und war immer irgendwie verrückter als andere, war dreckig von Kopf bis Fuss und überhaupt alles, was man so sein kann, wenn man auf dem Land gross wird -
zu Hause aber wurde ich irgendwann still ...

... im Laufe der Jahre, als mein Bruder plötzlich da war, fing es an.
Es sind einzelene Blitzlichtmomente, die in meinen Erinnerungen auftauchen.
Ich wurde sehr oft für Dinge bestraft, die mein Bruder angestellt hat - nicht mit Schlägen, nein!
Mit Ignoranz von meinen Eltern, mit Einsperren im Kinderzimmer, mit bösen Worten ...
Er aber zog alle Aufmerksamkeiten nur auf sich, ganz egal wo wir waren und mit allen Mitteln. Seis einfach mit seinem Aussehen: so süss mit seinen blonden Löckchen, seinem Lächeln und seinen strahlend blauen Augen, umrandet von einem perfekt geschwungenen Wimpernkranz.
Meine komplette Verwandtschaft verliebte sich nur in ihn.
Der Kronsohn, der Goldengel, der Lieblingsneffe....er war sofort Gesprächsthema, ihn wollten alle halten und bei sich haben, er wurde immer zu erst begrüsst.
Gab es mal keine Aufmerksamkeit, dann holte er sie sich, mit Schreien, Stur sein, Bocken ... den kompensatorischen Ärger dafür bekam ich, die grosse Schwester, die doch schon Verantwortung tragen kann, die sich dann wenigstens ruhig verhalten sollte.
Klein, dürr, grüne Augen wie eine hinterlistige Schlange, hervorstehend wie bei einem Frosch mit spärlich geraden Wimpern und aschblondem nichtssagendem Haar, was einfach kurz geschnitten auf meinem Kopf lag.
Ich fühlte mich kaum noch wahrgenommen, gut als das Kind das ich war, geschweige denn wirklich geliebt.
Die volle Aufmerksamkeit mit bösen Schimpforten bekam ich nur dann, wenn ich versehentlich ein Glas Kakao umgeworfen habe oder zu laut schlürfte oder die Finger beim Essen zur Hilfe nahm.

Blitzlichtmomente, die ich schon lang kenne,
Blitzlichtmomente, die ich weder meinen Eltern noch meinem Bruder vorwerfen werde,
Blitzlichmomente, die mir trotzdem so fest in meiner Erinnerung geblieben sind, dass ich nie so werden wollte - dann lieber ein Leben ohne Kind, bovor ich unbewusst vielleicht das selbe Muster ausleben würde.

Und als hätte ich es mir heimlich zu einer Lebensaufgabe gemacht, musste ich offenbar auf der Suche nach jemandem sein, der das, was ich als Kind erlebte wieder gut machen würde.
Einen Partner an meiner Seite, der mir gibt, was ich vor vielen Jahren so sehr vermisste.
Es zieht sich wie ein fieses Band durch mein Leben, drei waren es bisher insgesamt.
Drei Männer, in die ich mich so heftig verliebte ... die mich nie wirklich wollten, die sich irgendwann zwar auf mich einliessen und doch nie voll und ganz zu mir stehen konnten.
Männer, die mich anfänglich ihren Freunden oder Eltern nicht vorstellten, zu allen öffentlichen Veranstaltungen entweder allein fuhren oder mich vor anderen plötzlich ignorieren.
Irgendwann einer nach dem anderen ... irgendwann schossen sie mich alle in den Wind.
Keiner von den denen hatte je den Mut oder den Anstand, es mir persönlich zu sagen und dabei ehrlich und aufrichtig zu bleiben. Ein kurzer Anruf, ein kurzer Brief, eine feige eMail.

Keiner schaffte es mich zu retten, etwas wieder gut zu machen, was ich still und leise in sie hinein projezierte.

Mich lieben, zu mir stehen,
mich wahrnehmen und umarmen - unendlich lang,
mich für eine tolle Frau halten - ihre Traumfrau,
zu ihrem Mittelpunkt machen, mich sehen!
Sie nahmen alle und schauten dabei durch mich hindurch.
Während ich in ihnen etwas suchte, was ich als ganz kleines Kind verlor.

Der Preis fürs Retten wäre nicht gross gewesen ... was hätte ich schon geben können, ausser bedingungslose Liebe und grenzenloses Vertrauen ...
14.4.13 13:02


so tired of being here

Antworten auf eine Anstandsfrage oder nicht antworten?
Wozu überhaupt noch antworten, wenn ich keine Antworten finde?
Es gibt noch immer viel zu viele Momente, die ich gern teilen würde...anders teilen, als ich sie mit Freunden teile.
Das nicht mehr zu dürfen, ist wie ein harter Entzug...kaum durchzuhalten, zu nah an der Grenze zum Rückfall.

Was zur Hölle hat dieses Scheissleben sich nur dabei gedacht?
Warum werde ich mit einem so knallharten Verlust konfrontiert?
Wozu muss ich das überhaupt noch ertragen?

War es meine Arroganz gegenüber Leuten und manchmal auch Freunden?
War es meine Ungeduld und der daraus resultierenden Laune gegenüber Allem?
Oder meine Dummheit, mir in den Momenten in denen das Leben mit ihm so wunderbar hätte sein können, selbst so viele Steine in den Weg zu legen, dass ich mich nicht mehr leiden konnte - mich kaputt zu machen bei dem Versuch einem Ideal auf der Spur zu sein ...?
Vielleicht auch die Quittung dafür, dass ich einige Jahre zuvor jemand anderes verletzt habe?
Jeder bekommt das was er verdient! Sagt man doch so nicht wahr?!
Hätte ich doch sagen sollen, was ich mir im Herzen doch immer gewünscht habe?
Stattdessen wieder nur Worte der Arroganz, des Schutzes .... böse formuliert, dabei immer in der Hoffnung; er würde mir irgendwann von allein sagen, dass er es sich doch wünscht.

I`ve tried so hard to tell myself that you`re gone, but through you`re still with me I`ve been alone all along.

Alles - einfach alles habe ich falsch gemacht und jetzt finde ich tatsächlich alles falsch an mir.
Macht es Sinn noch zu antworten, um mir nicht nur seine Ohrfeigen abzuholen, sondern mir selbst auch noch weh zu tun, weil ich einfach zu schwach bin.
Wozu noch höflich sein? Nach all den Demütigungen? Nach all den furchtbaren verbalen Schlägen ins Gesicht - in meine Seele?

Six month later ... welcher Idiot hat eigentlich gesagt:
Zeit heilt alles? Noch immer sind tausend kleine Nadeln auf meiner Haut.
Ablenkung lässt schneller vergessen? Falsch! Es kommt nur mit sehr viel mehr Wucht zurück, schnürt einem die Eingeweide ab ... bis man platzen möchte, ganze Seen füllen könnte.
Oppressed by my own thoughts ...
10.4.13 19:54


"Wie geht es Dir?"
Gut!

Das was immer erwartet wird. Das was von mir garnicht mehr beantwortetet werden würde...jedenfalls nicht mit einer Ausage zu meiner Person. Vielmehr zu Dingen, Ereignissen oder irgendetwas was sicher nicht mit mir zu tun hat.

"Geht es Dir wirklich gut?"

Jetzt wirds kompliziert. Diese Frage zu beantworten erscheint mir so unmöglich, wie die Quadratwurzel aus 4362 im Kopf zu ziehen.
Ich konzentriere mich dabei so sehr aufs wirklich, dass alle anderen Worte aus dieser Frage keine Bedeutung mehr haben und was ist schon wirklich?
Seit Monaten lebe ich in mehreren Nebensphären, die mal gruselig und dann wieder wunderbar sind. Wirklich fühlt sich aber keine Sphäre davon an.
Unwirklich nehme ich mich und alles was ich tue wahr.
Also geht es mir oberflächlich betrachtet immer noch gut, wenn nicht dieser fette innere Kern wäre, der mich zerdrückt - aber immer noch gerade so Luft zum Atmen lässt.


Bääähhh! Atmen!
8.4.13 21:37


Diese Antwort bin ich Dir nach all den Jahren, nach allem was Du für mich getan hast schuldig.
Ich habe jemanden kennen gelernt, sie ist nochmal jünger als Du.
Ich möchte sie heiraten und mit ihr möchte ich Kinder - ohne jeden Zweifel.
Für sie würde ich Hobbys und Karriere aufgeben - ohne jeden Zweifel.
Sie würde ich nie so verleugnen, wie Dich in den ersten fünf Jahren.
Ich weiss nicht, ob ich eine Chance bei ihr habe aber ich werde alles dafür tun.
Denn für sie empfinde ich etwas, was ich seit 25 Jahren nicht mehr empfunden habe.
Wenn es nur eine Möglichkeit gäbe, diese Demütigungen nur ein wenig zu ertragen - auszuhalten, mich damit noch zu ertragen und dabei trotzdem am Leben zu bleiben - ich würde es tun.
Ganz egal was.
5.4.13 00:37


Manchmal wünsche ich mir, ich hätte noch einmal die Chance für ein Zurück um dann zu merken, dass ich das alte Leben nicht mehr möchte. Das er diesen Thron, auf den ich ihn stelle, nie mehr verdient hätte und ich mein neues Leben unglaublich viel lieber weiter so leben würde, wie es jetzt ist.

Es ist ein schräges Leben mit Begegnungen, die so unfassbar skuril sind, dass ich nicht sicher bin, ob ich darüber lächeln oder schockiert sein soll.
Ich bekomme Briefe, Geschenke und Angebote, die man schon bald als grenzwertig bezeichnen kann.
Warum möchten irgendwelche Männer mit mir verreisen und das auch noch zahlen? Strahle ich tatsächlich das aus, was sich hinter solch Einladungen am Ende wirklich versteckt?
Warum schreiben mir Menschen, die mich kaum kennen, mich aber immer in grossartig gespielter Bestlaune mit winzigen Tränen in den Augen sehen Karten?
Karten in denen ich als faszinierende Person beschrieben werde, die schon bald bewundert wird...
20.3.13 21:11


Die Tränen liefen völlig ungehemmt aus ihren Augen, wie kleine klare Bergbäche, stetig und kaum hörbar.
Und weil sie einfach so flossen, so ganz ungehemmt und völlig erlaubt, hatte sie ein Augenweiss wie Neuschnee, der in der Sonne glitzert.
Sie weinte Kristalltränen der Erleichterung ohne das ihre Lider dabei anschwollen - sie weinte das schönste Weinen, dass ich je bewusst gesehen habe.
Ich konnte ihre Erleichterung nicht nur sehen, ich habe sie gefühlt und war neidisch, bald selbst zum Weinen gerührt, weil ich gar nicht mehr so genau weiss, wann ich aus so einem wunderbaren Grund geweint habe.
Sie laufen oft und ungefragt, sind meist schwarz verfärbt, aus blutroten Skleren - umrandet von geschwollenen Lidern.
Sie sind unerwünscht und doch den ganzen Tag präsent.
Sie erleichtern nie - sie legen noch mehr unsichtbare Felsen auf meine Seele.
Sie glitzern nie aber sie schmerzen in der Stirn.
Versteckt hinter make up.
Verdrängt von guter Laune.
Für die Meisten unsichtbar, warten sie nur ganz knapp unter der Oberfläche - jederzeit zum Bluten bereit.
17.3.13 16:12


Das Grossartigste was man besitzen kann, wird ganz unterschiedlich definiert.
In den letzten Monaten erfuhr ich, dass das Banalste auf der Welt,
was für die Meisten vermutlich eine Selbstverständlichkeit im Leben ist,
das für mich Grossartigste - bei Weitem aber nicht einfach nur selbstverständlich ist.

Freunde!

Nur wenige habe ich vielleicht verloren, wobei es nicht als Verlust in dem Sinne zu sehen ist. Einige Freundschaften veränderten sich vielleicht von: vorher offensichtlich innig zu weniger innig. Weil das neue oder andere "Ich" ziemlich mühsam sein konnte.
Tut das weh?
Nein eigentlich nicht, ich kann’s ihnen nicht verübeln, so läuft es manchmal im Leben.
Andere wiederum präsentierten sich bald schon als Rettungsanker in einem sonst ziemlich kaputten Leben ohne Boden, ohne Ziel und ohne Sinn.

Oder ganz neue Freundschaften tauchten plötzlich auf, von denen man nie und nimmer glaubte, sie könnten zu so etwas Wunderbarem werden, wie sie es jetzt sind.
Locker ausgedrückt: man erkennt seine wahren Freunde erst, wenn man ganz besonders tief unten ist.
Selbst die grausamsten Niederlagen bringen immer auch ein wenig "Chance" mit sich.
Zu solch abartigen Zeiten, die ich niemandem auf dieser Welt wünsche, erfährt man, was wirklich aufrichtiges Mitgefühl ist, was "Auffangen" eigentlich wirklich bedeutet und wie viel man Freunden bedeuten kann.
Wie viel sie bereit sind zu geben, selbst wenn man eine lange Zeit sehr viel mehr als einfach nur "schlecht drauf" ist.
Wenn man ganz und gar nicht mehr der fröhliche Mensch ist, den die meisten sonst kennen. Obwohl ich noch immer der Meinung bin, ich wäre es nicht wert, weil ich mir nichts mehr wert bin.
Sie lassen es wenigstens für eine Weile vergessen.

Es mag bald schon sentimental klingen, wenn ich jetzt schreibe, dass ihnen mein Dank auf Lebenszeit garantiert ist...trifft aber genau den Kern.
Es bleibt unvergessen für mich und sollte sich für mich eines Tages die Gelegenheit bieten, auch nur ansatzweise das zurück geben zu können, was ich erfahren durfte - ich werde sie nutzen, ohne zu zögern und aus tiefstem Herzen.

Meine Freunde - von denen nur sehr, sehr wenige überhaupt wissen, dass ich sporadische Bloggerin bin.
Meine Freunde - die für mich nie wieder einfach nur eine Selbstverständlichkeit sind.
Meine Freunde - die mit all ihren Eigenheiten mein Leben bereichern, lebenswert machen und in ihrer Einzigartigkeit schlicht wunderbar sind.
16.3.13 14:45


Eindeutig mieses Karma!
Artischocken, Thoraxoperationen, Hirnverletzungen, Flugzeuge und dunkle Gewitterwolken.
15.3.13 09:08


fly away like a lost beetle

Man kann versuchen neu anzufangen, irgendwo an einem neuen Arbeitsort - in der Hoffnung fast unerkannt und ohne Vorgeschichte voll und ganz akzeptiert und gemocht zu werden.
Man kann versuchen sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen - alles auszutauschen was erinnert, was schmerzt.
Ein verzweifelter Versuch zu vergessen, zu verdrängen…in eine neu aufgebaute Welt zu fliehen.
Es funktioniert so lang man viel zu arbeiten oder zu organisieren hat - so lang man sich in kompensatorische Geschichten verkriecht.
So lang man nicht so gnadenlos mit sich selbst konfrontiert wird – sich selbst völlig ausgeliefert ist.
Wer in knapp zwei Jahren aus zwei verschiedenen aber völlig bedeutsamen Lebensbereichen erfahren muss, dass man nichts mehr wert ist….das man nie etwas wert war, der kann versuchen zu laufen und wird doch immer wieder eingeholt.
Komplimente und gegenteilige Aussagen von verschiedenen Seiten scheinen das nicht mehr wettmachen zu können.
Jede Sekunde scheint gespielt - so perfekt, dass man durchaus selbst überzeugt davon sein könnte - nur so zum Schein.
Wann wird das Spiel wieder Realität?
Vielleicht erst dann,
wenn man sich selbst wieder mag – ja sogar liebt,
wenn man sich selbst wieder glaubt – ja sogar vertraut?
War es je echt?
Woher soll man es wissen, wenn man es nie gelernt hat.
14.3.13 19:18


I`m such a asshole!
I crush to many hearts.
I`m going to rot in hell but I`m just back from hell.

Let`s go to the next game - the game all one`s own - it concerns me.
7.3.13 19:11


Caught

"Ich fliege gleich weg, muss mit dir reden wenn ich zurück bin - ein Zwinkersmilie - die lieben Grüsse, ein P.S. ... ein Totenkopf, eine verwischte nicht lesbare Wortgruppe - wieder ein Totenkopf."
Sie war so real, ich hatte sie fest in seiner Hand, konnte Details sehen aber das vermutlich Wesentliche blieb verborgen.
Sie war unecht, wenn auch fühl- und lesbar, sie war wieder einmal ein ekelhaftes Produkt meines Unterbewusstseins...ganz wie die andere Sache vor Monaten und ich konnte mich nicht befreien, der diesmal schmerzenden, der damals befreienden Wahrheit ins Gesicht sehen.
Mich beschäftigen die Totenköpfe so sehr, wie meine grauenhafte Angst vor diesen Berührungen damals, als er immer näher kam.
Nicht real, ersponnen, gelogen und so unendlich schwer, sich daraus zu befreien - zu erwachen - vollständig zu vergessen.

Caught in dreams - caught inside.
6.3.13 13:10


Pain

Oft kommst mit voller Wucht zurück!
Zerstörst meinen kleinen Augenblick vom Glück.
Schneidest mein Gesicht, schlägst mir in den Magen –
quälst meine Seele, raubst mir die Kraft das zu ertragen.
Renn vor dir weg, so schnell ich nur kann,
ziehst mich jedem Schritt stärker in deinen dunklen Bann!
Packst mich, zerreisst mich -
wirfst mich heftig an die Wand.
Niemals aber reichst du mir deine viel zu starke Hand.
2.3.13 17:18


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